Bericht zum Vortrag Frau Karban-Völkl

„Entrümpeln ist Arbeit!“

Frau Kathrin Karban-Völkl referierte im Pfarr- und Jugendheim St. Josef zum Thema „Entrümple und lebe“ vor ca. 70 TeilnehmerInnen.

Der Vortrag war in zwei Teilen gegliedert, gleichsam zwei Häusern, wobei eines den aktuellen Wohnraum das andere das innere Haus, die Seele betrifft.

Karban-Völkl lud die BesucherInnen ein, sich gedanklich zunächst in den eigenen Keller (falls nicht vorhanden, dann in den Dachboden) zu begeben und sich dort umzusehen. Viele Dinge die dort sind, kann man nur erahnen, da man oftmals gar nicht mehr weiß, was man alles hat. Die Marmeladen- oder Einmachgläser mit weit überschrittenem Verfallsdatum, den kaputten Staubsauger oder den immer noch guten Wintermantel, von dem man sich nicht trennen kann, obwohl man ihn schon Jahre nicht mehr getragen hat.

Die Gedankenreise führte weiter in die Garage und in den Gartenschuppen, wo sich oftmals ganze Türme von Blumentöpfen stapeln. Hier könnte gleich mit dem Entrümpeln begonnen werden, als sog. „Entrümpeln für Anfänger“ und ein erstes Erfolgserlebnis stellt sich ein. Entrümpeln ist Arbeit, so Karban-Völkl, aber es soll auch Spaß machen. Schaffen Sie eine gute Atmosphäre z.B. mit Tee und Schokolade und belohnen Sie sich nach dem Entrümpeln.

Beim Entrümpeln sollte man sich 3 Fragen stellen, bevor man entscheidet, ob man Dinge behält oder weggibt:

  1. Wusste ich noch, dass ich es habe?
  2. Habe ich es in den letzten 3 Jahren gebraucht?
  3. Werde ich es in den nächsten 3 Jahren verwenden?

Wenn man diese Fragen mit nein beantworten kann, sollte man diese Dinge konsequent in einen undurchsichtigen Müllsack geben oder in eine Schachtel, die gut verschlossen wird, nicht dass man es sich nochmals anders überlegt!

Wir sollten uns immer fragen ob wir wirklich so viele Dinge benötigen, denn wir alle sind auf einer Reise, bei der wir am Ende nichts mitnehmen können.

 

Nach einer Pause sprach Frau Karban-Völkl vom zweiten Haus, das wir in uns tragen, der Seele.

In dieses innere Haus kommen und gehen Menschen, die in jeder Begegnung Spuren hinterlassen, die nicht mehr vergehen. Wir entscheiden, wer in dieses innere Haus kommen kann und wer nicht, denn wir haben den Schlüssel dazu.

Wichtig ist, den anderen Menschen zu achten und das Gute „zu Wort“ zu bringen. Die Erfahrungen, jeglicher Art, sollte man anschauen und wertschätzen was gut war. Das gelingt nur, wenn man mit sich selbst im Reinen ist.

Wir, die wir alle auf einer Lebensreise sind, können uns Jesus zum Vorbild nehmen. Er, der 33 Jahre unterwegs war, ohne Gepäck, hat viele Spuren hinterlassen. Jesus fordert uns auf: „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“.

Frau Karban-Völkl begeisterte die Besucher mit einem informativen und kurzweiligen Vortrag, der zum sofortigen Entrümpeln anregte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

VOM WEGWERFEN UND BEHALTEN

Ob wegwerfen oder behalten – beides sollten wir vor allem auf diese eine Art und Weise tun: Ganz bewusst. Alltagsnah, aus dem Leben gegriffen und berührend erzählt Kathrin Karban-Völkl von der großen Kunst des Entrümpelns. Der Blick wandert dabei vom Dachboden über die Erinnerung bis hin zu Körper & Seele. Das Ziel dabei: Mit einem Leben voller Begegnung, kostbarer Augenblicke und bestärkender Momente Spuren zu hinterlassen. Spuren, die es mit Kisten voller verstaubter Erinnerungen bestens aufnehmen können und diese überdauern.

Kathrin Karban-Völkl: Entrümple und lebe! Vom Wegwerfen und Behalten, 76 Seiten, geb., 16,90 Euro, ISBN 978-3-939247-61-6, erschienen im Verlag Eckhard Bodner, Pressath.

Weitere Informationen:
www.diewortmacherei.de

 

 

 

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